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Ich bin Brigitte -
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2003 007 18 Freitag  41 BC Vancouver Island Qualicum Beach

Kanada-2003-047 Go West 041 BC Vancouver Island Qualicum Beach

Bericht 041

 

45980 – km 2003 07 17

Richtung Tofino

46105 Tofino Abends Campingplatz Bella ...

 

Schatzkiste mit Erinnerungen

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 07 18

 

Eine ausgefallene Schatzkiste.

Mit kleinen Erinnerungen der Zeit.

Vom letzten Urlaub eine weiße Muschel.

Den roten Knopf vom Lieblings-Kleid.

 

Ein gerahmtes Foto, abgenutzt und etwas klein.

Vom Grossvater die vererbte Taschenuhr.

Eine gepresste Blüte zierlich und fein.

So fange ich ein den Duft der Natur.

 

Ein kleines Buch mit Bildern.

Hin und wieder öffne ich die Kiste oder schon bald?

Lass meine Gedanken wandern und schildern.

Freue mich über den gesammelten Inhalt.

 

Long Beach

Abfahrt 9 Uhr – Long Beach – Pazifik – Fotos gemacht –

Wassertemperatur 12 Grad, eher weniger – Luft 18 Grad – Wave (Wellen) Moderat

 

Den äußersten westlichen Punkt unserer Kanada-Reise haben wir somit erreicht – den Pazifik oder den Stillen Ozean. Wogegen er bei Tofino nicht gerade Still genannt werden kann, denn Vancouver Island ist bekannt für seine stürmische westliche Küste. Die Westküste wird von den Winterstürmen heimgesucht, das man den gekrümmten bizarren Bäumen ansieht.

Freitag ist es und das bedeutet für Camper frühzeitig einen Campgrund zu suchen, da viele Urlauber das Wochenende nutzen wollen. Gestern Abend kamen gegen einundzwanzig Uhr immer noch Camper an, dabei sollte man so spät nicht mehr suchen, da es bei kleineren Orten sinnlos ist noch einen Platz zu ergattern. Vor allem uns hatten die Spät-Ankömmlinge genervt mit ihrem Krach und dem aufgewirbelten Gravel-Road-Staub.

 

Radler

Viele Radler fahren Richtung Port Alberni, so dass wir nur sehr vorsichtig bei der schmalen Route überholen konnten. Die meisten Radler sind organisiert, das heisst, der Lumpensammler fährt hinterher um die Leute einzusammeln. Ein Fahrzeug bringt das Gepäck zum nächsten Campingplatz oder zu den vorher bestimmten Sammel-Unterkünften. Sie sind alle mit Radlerhose und den gesetzlich vorgeschriebenen Sturzhelmen unterwegs.

Der Summit-Pass 175 m war für die Radler anstrengend, nein kein Bedauern, denn sie wollten es ja so, also sollen sie ihn auch auskosten. Ich jedenfalls ziehe ebene Straßen vor, den mein Rücken spielt bei anstrengenden Touren nicht mit.

 

Abgestorbene Bäume gibt es in Hülle und Fülle, sie regenerieren sich selbst, bzw. die Natur hilft sich selbst. Einige bizarre Schönheiten sind abgestorbene Wurzelballen, die sich in Felsen krampfhaft einkrallen und doch nicht mehr zu leben beginnen, außer, wenn sich Schmarotzer in das gewässerte Holz einnisten.

 

Riesige Büsche mit knall-leuchtenden roten Beeren säumen den Wegesrand.

Der Ginster ist bereits verblüht und neue Grünspitzen bilden sich an den Enden.

 

Digitalis – Fingerhut – in lila, weiss und gelb haben nur noch oben ihre Finger-Hütchen, weil sie am verblühen sind.

 

Am Taylor-Arm sieht man Unmengen von Johanniskraut und Margeriten.

 

Zwanzig Kilometer lang war der Sproatlake vom Taylor-Arm bis zum Sproat-River.

 

Port Alberni und Murals

In Port Alberni gingen wir nochmals in die Bücherei um die E-Mails abzurufen. Von  125 Nachrichten waren alleine 115 nur zum löschen geeignet.

 

Wir entdecken  noch einige  Murals und zählen somit zehn Stück insgesamt in Port Alberni.

 

Beim Dragon-Chinesen, wo wir tags zuvor beim Dinner waren, holen wir uns eine Portion „All you can eat“ für 7,95 $ plus tax und fahren weiter bis zum MacMillan-Park.  Erst die Natur dann das Mittagsmahl.

 

MacMillan Provincial-Park Route #4 25 km westlich von QualicumBeach

16 km nach Port Alberni schlenderten wir den Boardwalk (Holzstege) vom Cathedral Grove entlang und bestaunten nochmals die 800 Jahren alten  majestätischen Douglas Tannen, einige Fir und die alten imposanten roten Zedern. Der MacMillan Provincial Park ist 136 ha gross und liegt am Westende vom Cameron Lake. So hatte eigentlich die ganze Westküste ausgesehen, uralte Regenwälder, bevor die Einwanderer das Land in Besitz nahmen und in die Natur schreckliche Eingriffe vornahmen.

 

Coombs und Ziegen

Wir biegen nochmals zur 4 a und fahren durch Coombs, wo die Ziegen auf dem Dach weiden. Durch die Goats (Ziegen) wurde der kleine Ort bekannt und es gesellten sich einige Häuser mit Verkaufsständen hinzu. Unter anderem der schöne geschnitzte Wurzel-Soldat oder ein Cafe.

Ein paar Kilometer weiter steht ein klein geschriebenes Schild „Museum“. Ein paar alte Traktoren und Landwirtschaftsgeräte im verrosteten Outfit auf einer ungepflegten Wiese sollte das Freiluft-Museum darstellen.

 

Der Wegweiser nach Erington erscheint, 13 km südwestlich von Parksville, das war der Weg beim letzten Mal zum Englishman-River mit Provincial-Park. Ein lobenswerter, ruhiger Campgrund, neun Kilometer abseits vom Highway. Bekannt sind seine beiden Wasserfälle die man über einfache Wanderwege erreichen kann. Eine uralte Douglastanne, Zedern, Hemlock und Ahorn gibt es im beliebten Campground.

 

Bäume mit roten langen Stämmen,  die Arbuscus-Gummibäume haben wenig Laub und das ganz oben auf der Krone.

 

1966 wurde der Totempfahl in Qualicum Beach errichtet. Ganz unten zwei Menschen-Köpfe nach First Nation Art, eingeschlossen von einem Bär, einer Crow (Rabe) und einem riesigen Bald-Eagle (Weisskopfseeadler). Gleich daneben war das Informations-Zentrum, wo wir uns über Campingplätze informieren konnten, um festzustellen, dass Saratoga ausgebucht war. Wir fanden einen direkt am Meer mit ganzen zwei weiteren Mietern.

 

Straits of George

Wir hatten einen fantastischen Ausblick auf die Straits of George, dem Wasser-Kanal zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland.

Die Vermieterin, ein alte Besserwisserin, die unter dem Motto „I’m the Boss“ waltete sagte, dass mein Englisch schrecklich sei und sie gar nichts verstand. Komisch, das Geld hat sie krallend in bar von mir genommen. Wir ließen aus von dem mild ausgedrücktem Dragon nicht die Stimmung verderben und genossen den herrlichen Ausblick.

Es warn Ebbe und viele Leute tummelten sich im flachen Wasser, am schönen Sandstrand. Einige Kinder bauten eine Sandburg und als die Flut kam gegen Abend mussten sie erkennen, dass alles Vergänglich war. Der Vater ordnete an „Raus mit Euch“ und die Mutter sagte „Ab in den Ozean, den Po vom Sand befreien und anschließend die vergessenen Sand-Spielsachen einsammeln, bevor das Meer alles verschlingt.

Einsam und verlassen stand ein kleines faltbares blaues Kinderbett am Strand. Sehr spät erbarmten sich zwei Frauen und brachten das Kinderbett in Sicherheit, bis der Vater merkte, als Schlafens-Gehens-Zeit war, dass eigentlich das Bett fehlte und er sich auf die Suche machte. Ohne die Hilfe der anderen könnte das Bett als schwimmende Insel im Ozean als Floss dienen. Eher nicht, da es ein Plastik-Reise-Bett war und bestimmt wie eine bleierne Ente untergegangen wäre.

 

Fresh Markt mit blauem Fleisch

Bevor den Campingplatz in Besitz nahmen, fuhren wir zum Einkaufen in nach Qualicum Beach um unsere Essensvorräte aufzufrischen. Im „Fresh Market“ kauften wir allerdings nur das nötigste: 300 Gramm knackige Kirschen und einen Becher Yoghurt. Die Cucumber (Gurken) kosteten 2,30 Dollar und hatten die Größe von einem etwas dickerem Bleistift. Das Fleisch sah erbarmungswürdig aus und zeigt blaue und graue Stellen, wegen des längst vergangenen Verfallsdatum. Nein Danke uns grauste davor. Lieber Hungern oder besser gesagt, wir machen uns einen Pfannkuchen mit Marmelade und teilen uns diesen Christlich. Leider hatte ich nur zwei Esslöffel Mehl, somit kann es nicht gerade reichhaltig werden das Essen. Glücklicherweise fanden wir nach der Rundfahrt durch das kleine trotzdem anmutige Dörfchen einen Fischladen, wo ich Prawns (Schrimps) mitgenommen hatte. Das Fischgeschäft hatte ein tolles Mural mit Wal und Bald-Eagle.

 

Wäsche waschen

Die Sonne brannte mit 29 Grad vom Himmel. Ich hatte mir die Wäsche vorgeknöpft und alles per Hand rausgewaschen, da wir einen unmittelbaren Wasseranschluss mit direktem Abfluss und Elektrizität hatten. Ja, die Sonne schien extra für meine frisch-duftende Wäsche und bis Abends war das meiste schon getrocknet. Ich machte ein Foto davon – Wohnmobil mit Wäscheleine, Standplatz auf braungelben ausgetrockneten Wiesengrund und Aussicht auf das Meer, so dass Hans lachen musste, jedoch die Eigentümerin bestimmt das bunte Flattern griesgrämig vom Wohnzimmer-Fenster aus beobachtete.

 

Ebbe Flut

Am Strand fand ich aufgeplatzte Austernschalen und schöne weiße Muscheln. Ich baute fünf Steinhaufen mit Seetang als Markierung, die so nach und nach durch die Flut unter Wasser gesetzt wurden. Als das Wasser langsam in die schmale flache Bucht lief, konnten wir Millionen-siebzehn zwei bis drei Zentimeter große Krebse erkennen die flinker als die Wiesel seitwärts durchs Wasser schwammen und krabbelten. Mein Schatten im Wasser wurde immer länger je niedriger die Sonne im Westen hinabstieg. Wir hatten einen berauschenden Sonnenuntergang, wobei sich der Himmel im zarten blau mit kräftigen Rot vermischte.

 

Hund und Katze

Wir lernten Misty kennen, eine Main-Coon-Katze die mit Schäferhund, Herrchen und Frauchen aus Saanich ein paar Tage Urlaub mit dem Motorhome neben uns, machten. Saanich liegt nördlich von Victoria BC. Misty drei Jahre und Schäferhund vier Jahre jung, jeweils an langer Leine, damit sie die Frischluft genießen konnten.

 

Dudelsack und Hawaii-Musik

Als der Sonnenuntergang dem Ende zuging, machten sich die Mücken breit. Hans hatte sofort drei kräftige Stiche abbekommen und ich zog sofort eine Jacke  und eine lange Hose an. Wir räumten alles zusammen und flüchteten schnellstmöglichst ins Wohnmobil, wo wir Hawaii-Musik auflegten. Schon nach dem zweiten Lauschen wurde unsere Gemütlichkeit durch einen Schottischen Dudelsackpfeifer unterbrochen, der das Ende des Tages im würdevollen Stil vollendete.  Es war eine große Gruppe die am Strand sich um das Lagerfeuer gesellten und sich mit Hamburger und Marschmellos voll stopften. Der Polizei gefiel zwar der Dudelsackpfeifer, wegen des zauberhaften Sunset, jedoch das Lagerfeuer mussten sie umgehend ausmachen, da es unkontrolliert die trockenen dürren Gräser in Brand setzen konnte.

 

I’m the Boss

Noch einen Blick in den Abendhimmel um vielleicht doch noch das Nordlicht zu sehen, dass sich jedoch nicht ausfindig machen liess. Die Grillen zirpten ihr Nachtlied, zwei Hasen, ein brauner und ein schwarzer hoppelten um das Wohnmobil herum und machten in die dürre ausgetrocknete Wiese verschieden große Löcher hinein. Ihr unappetitlichen, schwarzen Kügelchen waren auf dem ganzen Campingplatz verteilt. Das gefällt bestimmt nicht der Vermieterin, die eh so akkurat war. Auf der verdorrten Wiese waren nämlich Striche als weiße Markierung eingearbeitet und mit Kiesel ausgelegt, damit jeder Mieter „exakt“ mit seinem linken Reifen die Markierung treffen „musste“. „I’m the Boss” sagte die alte Lady (Lady?) und was ich sage wird gemacht. Das  praktizierte sie nun seit dreißig Jahren, sagte sie mit fetten unterstrichenen Worten, dass keinen Widerspruch duldete.

Als wir vom Einkaufen zurück kamen, war sie sofort zur Stelle, damit wir jaaaaaaaaa nicht neben dem Strich fuhren und dass wir ja korrekt das Motohome hinstellten und jjjjjaaaaaaaa das Elektro-Kabel richtig ansteckten, und den Wasserschlauch jjjjjjjaaaa richtig anklempten und Hans war richtig froh, dass er sie nicht verstand und nicht antworten musste. Für was das alle Gut war, wann ma koa Englisch ko.

 

Die Kanada-Gänse formierten sich im dunkeln mit Gänsegeschnatter  und drehten ihre letzte Runde. Feldermäuse flogen niedrig durch die schattige Welt.

 

Die Nordlichter konnten wir nicht sehen, nur den blinkenden Leuchtturm am anderen Ufer, darum gehe ich nun zu BETT – Gute Nacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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